„Wilmersdorfer Gespräche“ mit Tim Renner und Henning Wehland

Am 09.08. wurde die Gesprächsreihe „Wilmersdorfer Gespräche“ fortgeführt. Florian Dörstelmann, Abgeordneter für Wilmersdorf Süd und Schmargendorf, begrüßte Tim Renner, den SPD-Bundestagskandidaten für Charlottenburg-Wilmersdorf, und Henning Wehland, Frontmann der Band H-Blockx sowie Mitglied der Söhne Mannheims, im SPD-Bürgerbüro in der Landauer Straße 8. Das Thema lautete „Politische Verantwortung von Musikern“.

Zu Beginn sprachen beide Gäste über ihren jeweiligen persönlichen, beruflichen und politischen Hintergrund. Tim Renner ist gebürtiger Wilmersdorfer, dessen Mutter – Zitat Renner – ihn mit sozialdemokratischen Werten erzogen hat. Bevor Tim Renner unter Klaus Wowereit zum Kultur-Staatssekretär ernannt wurde, machte er sich einen großen Namen in der Musikindustrie, managte beispielsweise die Band Rammstein und brachte Universal Music von Hamburg nach Berlin. Aus dieser Zeit rührt die Bekanntschaft von Renner und Wehland.

Henning Wehland ist in Bonn geboren, in Münster aufgewachsen und seit Jahren überzeugter Berliner. Laut eigener Aussage verschlug es ihn in die Musikbranche, da er sich nicht vorstellen konnte, jeden Arbeitstag in einem Büro zu verbringen. Politisch steht er der SPD sehr nahe. Er ist seit jeher politisch interessiert und könnte sich sogar vorstellen, eines Tages Bürgermeister in Münster zu werden – allerdings nur, wenn man mit einer entsprechenden Bitte an ihn herantreten würde.

Die Diskutanten machten zwei Feststellungen: Politik und Kunst haben eine große Gemeinsamkeit (man wird stets kritisiert) und einen großen Unterschied (Politiker treffen Konsensentscheidungen und Künstler „einsame“ Entscheidungen).

Trotz der freundschaftlichen Beziehung zwischen Renner und Wehland waren sie sich nicht durchgängig einig. Hinsichtlich des Songs „Marionetten“, geschrieben von Xavier Naidoo, gab es einen Dissens, der detailliert besprochen wurde. Man einigte sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: Der Text ist populistisch, aber nicht verfassungswidrig.