Erfolgreicher Kompromiss für die Kolonie Oeynhausen mit deutlich sozialdemokratischer Handschrift

Seit Ende 2015 war es klar: Dem Investor als Eigentümer der Kleingartenkolonie steht auf der gesamten Fläche Baurecht zu. Dies hatte das Verwaltungsgericht Berlin zuvor rechtskräftig entschieden. Zu verhandeln gab es damit eigentlich nichts mehr, das mussten an diesem Punkt auch CDU und Grüne einsehen.

Dennoch gelang es den sozialdemokratischen Bezirksamtsmitgliedern, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Baustadtrat Marc Schulte, in der Folge mit dem Investor wieder ins Gespräch zu kommen. Und das Ergebnis dieser Gespräche kann sich sehen lassen: Trotz Baurechts für die Gesamtfläche bleibt nun die Hälfte der Kolonie doch als Kleingärten erhalten. Dazu baut der Investor, der auf dem Gebiet 900 Wohnungen (davon 65 preisgebunden) errichten will, auf seine Kosten ein neues Vereinsheim. Zusammen mit den übrigen Zusagen des Investors,  die sowohl eine Übernahme der Kosten für die gesamte Erschließung, für eine Kita und für Investitionsmaßnahmen von einer Million Euro in neue Schulklassen umfassen, ist damit  ein erfolgreicher Kompromiss gefunden worden.

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch, denn bereits vor drei Jahren hatte Baustadtrat Marc Schulte einen ähnlichen Kompromiss ausgehandelt, bei dem die nicht zu bebauende Hälfte der Kolonie sogar dauerhaft ins Eigentum des Landes Berlin übergegangen wäre. Doch für diesen Kompromiss der SPD-Verhandlungsführer fand sich damals leider keine Mehrheit im Bezirksamt bei CDU, Grünen und Piraten.